Sonnensystem-Fotografie
Inhaltsübersicht
Willkommen in der Galerie der Sonnensystem-Fotografie. Von Kratern über Gebirgsketten bis zu gigantischen Wirbelstürmen – hier finden Sie eine Auswahl spannender Mond- und Planetenfotografien, die unter verschiedenen Bedingungen aufgenommen wurden. Stöbern Sie durch die Aufnahmen und entdecken Sie die Vielfalt unseres Sonnensystems aus nächster Nähe.
Der Mond
Gasriesen
Eisriesen
Der Mond
Mond in der Übersicht
Mond im ersten Viertel (39%) vom 22.05.2026 um 22:21 Uhr MESZ. Aufnahme mit Vixen ED 102s und ASI174MM.
Das Mosaik-Bild besteht aus zwei zusammengesetzten Aufnahmen (Takahashi FS-78; ASI 678MC) und zeigt einen Vollmond im Perigäum am 05.11.2025, also in der größten Erdnähe.
Einzelbild vom zunehmenden Halbmond vom 27.03.2023 um 20:44 MEZ. Aufgenommen mit einer Nikon D5100 und einem Newton-Teleskop 200/1200.
Vollmond vom 13.01.2025, aufgenommen mit einem DWARFLAB II Smartteleskop.
Zunehmender Mond vom 31.01.2025, Mondalter: 2 Tage bei 5% Beleuchtung.
Aufgenommen mit einem DWARFLAB II Smart-Teleskop.
Mond im Detail
Mare Nectaris mit Umgebung. Aufgenommen am 22.05.2026 um 21:31 Uhr MESZ mit dem Vixen ED 102s und ZWO ASI 174MM.
Nordöstliche Region des Mondes im ersten Mondviertel (39%). Aufgenommen am 22.05.2026 um 21:37 Uhr MESZ mit dem Vixen ED 102s und ZWO ASI 174MM.
Mare Crisium – das ‚Meer der Krisen‘, ein markantes Einschlagbecken mit glatter Lavafläche und hellen Randgebieten.
Aufgenommen am 21.05.2026 um 21:25 Uhr MESZ mit dem Takahashi Mewlon 210 und ZWO ASI 174MM mit Pro Planet 642nm Filter.
Die nord-östliche Region des Mondes verbindet stark unterschiedlich entwickelte Kraterformen: vom stark erodierten Endymion mit seinem dunklen, lavaüberfluteten Boden bis zum komplex aufgebauten Posidonius mit seinen feinen Rillenstrukturen.
Aufgenommen am 21.05.2026 um 21:39 MESZ mit dem Takahashi Mewlon 210 und ZWO ASI 174MM.
Das Mare Nectaris („Meer des Nektars“; mitte-links) ist ein großes, dunkles Einschlagbecken auf dem Mond.
Es liegt im südöstlichen Bereich der erdzugewandten Mondseite und hat einen Durchmesser von etwa 350 Kilometern.
Aufgenommen am 21.05.2026 um 21:48 MESZ mit dem Takahashi Mewlon 210 und ZWO ASI 174MM.
Das Mare Imbrium (Regenmeer) erscheint als ausgedehnte, dunkle Basaltebene und zeugt von gewaltigen Einschlägen und anschließender vulkanischer Aktivität in der Frühgeschichte des Mondes. Am nördlichen Rand des Mare liegt der markante Krater Plato, dessen dunkler, relativ glatter Kraterboden einen starken Kontrast zu seinen hellen, steilen Kraterwällen bildet.
Vom östlichen Rand Platos zieht sich das Alpental (Vallis Alpes) durch die Montes Alpes und verbindet das Mare Imbrium mit dem Mare Frigoris.
Aufgenommen am 30.12.2025 um 17.04 MEZ mit Vixen ED 102s und ZWO ASI 678MC.
Das Bild zeigt die beeindruckende Wallebene Clavius bei abnehmendem Mond, einen der größten Einschlagkrater auf der sichtbaren Mondvorderseite. Der stark erodierte Kraterrand umschließt einen weiten, ebenen Kraterboden, der von einer markanten Kette kleinerer Einschlagkrater durchzogen ist. Diese Kraterabfolge nimmt zum Zentrum hin an Größe ab und gilt als klassisches Beispiel relativer Altersbestimmung auf dem Mond. Clavius liegt im südlichen Hochland und vermittelt eindrucksvoll die große geologische Altertümlichkeit dieser Region.
Aufgenommen mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC und ZWO ASI 678MC vom 16.08.2025 um 01:23 MESZ, 300 Einzelbilder gestapelt.
Das Bild zeigt den markanten Krater Kopernikus im Mare Insularum. Der relativ junge Einschlagkrater hat einen Durchmesser von etwa 93 km und ist durch steile Wände, einen terrassierten Kraterrand und einen zentralen Bergkomplex geprägt. Besonders auffällig sind die hellen Strahlen, die radial von Kopernikus ausgehen und ihn von der umliegenden dunkleren Mare-Oberfläche abheben. Die starke Reliefwirkung wird durch den Sonnenstand deutlich, wodurch Schatten und Höhenunterschiede gut sichtbar sind.
Aufgenommen mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC und ZWO ASI 678MC vom 22.08.2025, 01:30 MESZ. 500 Einzelbilder gestapelt.
Das Bild zeigt drei markante Einschlagkrater im südlichen Hochland des Mondes. Der große Krater Ptolemäus dominiert die Szene mit seinem weitgehend ebenen, basaltgefüllten Kraterboden. darunter liegt der etwas kleinere Alphonsus, der durch zentrale Berge und dunkle Vulkanablagerungen im Inneren auffällt. Angrenzend befindet sich der deutlich kleinere Krater Azrael, der im Vergleich zu den beiden anderen stärker reliefiert und jünger erscheint.
Aufgenommen bei schlechtem Seeing mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC und ZWO ASI 678MC am 17.08.2025, 01:52 MESZ. 300 Einzelbilder gestapelt.
Das Bild zeigt Rupes Recta, eine etwa 110 km lange, nahezu geradlinige Verwerfung in der Mare-Nubium-Region des Mondes. Bei abnehmender Beleuchtung wirkt die Struktur durch den tiefen Schatten wie ein dunkles, scharfes Schwert, weshalb sie den Beinamen „Huygens’ Schwert“ trägt. Der niedrige Sonnenstand hebt die Steilstufe deutlich hervor und macht die tektonische Entstehung dieser Mondformation besonders eindrucksvoll sichtbar.
Aufgenommen mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC und ZWO ASI 678MC vom 16.08.2025 um 01:48 MESZ. 300 Einzelbilder gestapelt.
Das Bild zeigt Reiner Gamma, auch bekannt als Reiner Swirl, eine auffällige, helle Wirbelstruktur im Oceanus Procellarum. Reiner Gamma gilt als ein sogenanntes Mondwirbel-Phänomen, das vermutlich mit lokalen Magnetfeldern und der Wechselwirkung des Sonnenwinds mit der Mondoberfläche zusammenhängt.
Aufgenommen mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC und ZWO ASI 678MC am 16.08.2025 um 01:57 Uhr MESZ, 400 Einzelbilder gestapelt.
Mondfinsternisse – partiell & total
Das Bild zeigt eine partielle Mondfinsternis vom 07.08.2025, bei der der Mond aus dem Kernschatten der Erde austritt. Ein deutlich erkennbarer, dunkler Erdschatten schiebt sich über die Mondscheibe, während der übrige Teil weiterhin vom Sonnenlicht beleuchtet wird. Der verfinsterte Bereich erscheint grau bis rötlich, verursacht durch in der Erdatmosphäre gestreutes Licht. Aufgenommen mit dem Takahashi FS-78 und einer Nikon D5100 am 07.08.2025 um 21:18 MESZ.
Das Bild zeigt eine partielle Mondfinsternis vom 07.08.2025 mit Flugzeug bzw. Kondensstreifen.
Aufgenommen mit dem Takahashi FS-78 und einer Nikon D5100 am 07.08.2025 um 21:13 MESZ.
Gasriesen
Jupiter
Am 03.03.2026 um 20:04 MEZ zeigt sich Jupiter gemeinsam mit seinem Mond Io unter schwierigen Beobachtungsbedingungen. Ungünstiges Seeing und ein Saharastaub-Ereignis beeinträchtigen die Transparenz der Atmosphäre, dennoch treten markante Details auf der Planetenscheibe deutlich hervor.
Die beiden dominierenden Äquatorialbänder, das North Equatorial Belt (NEB) und das South Equatorial Belt (SEB), heben sich kontrastreich voneinander ab. Feine Verwirbelungen durchziehen die dunkleren Strukturen, während differenzierte Helligkeitsabstufungen die dynamische Atmosphäre des Gasriesen erkennen lassen. Besonders auffällig ist der klar erkennbare Schatten von Io, der als dunkler, scharf umrissener Punkt auf der Wolkendecke erscheint und dem Bild zusätzliche räumliche Tiefe verleiht.
Die Aufnahme entstand mit einem Takahashi Mewlon 210 in Kombination mit einer ZWO ASI 678MC, ohne Einsatz eines ADC. Trotz der widrigen Bedingungen vermittelt das Bild einen lebendigen Eindruck der atmosphärischen Dynamik Jupiters und der eindrucksvollen Geometrie des Schattentransits.
Jupiter zeigt sich hier am 02.03.2026 um 19:50 MEZ bei ungünstigem Seeing und einem Saharastaub-Ereignis. Das Monobild wurde zur Stabilisierung des Seeings mit einem IR-Pass-Filter bei 685 nm aufgenommen. Trotz der unruhigen Luftbedingungen sind markante Wolkenstrukturen und ein hoher Detailreichtum sichtbar.
Die beiden dominierenden Äquatorialbänder, NEB und SEB, heben sich klar voneinander ab und zeigen feine Verwirbelungen sowie differenzierte Helligkeitsabstufungen. Auch in höheren Breiten treten subtile Strukturen hervor.
Der Große Rote Fleck (GRF) erscheint aufgrund der Filtertechnik farblos als ovales Gebilde. Der Mond Io steht direkt neben Jupiter.
Die Aufnahme erfolgte mit einem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Jupiter zeigt sich hier am 19.01.2026 bei gutem Seeing mit einem UV/IR Cut Filter. Jupiter zeigt sich in dieser Aufnahme mit klar ausgeprägten Wolkenstrukturen und hohem Detailreichtum. Die beiden dominanten Äquatorialbänder (NEB und SEB) sind deutlich voneinander abgegrenzt und weisen feine Verwirbelungen sowie Helligkeitsunterschiede auf. Auch die höheren Breiten zeigen subtile Strukturen. Die Aufnahme wurde mit dem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC-Kamera gemacht, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Jupiter zeigt sich hier am 19.01.2026 mit einem IR PASS 685nm Filter in einer monochromen Aufnahme. Der IR PASS Filter zeigt auf Jupiter vor allem Kontraststrukturen in tieferen Wolkenschichten – und er hilft massiv gegen Seeing. Die Aufnahme wurde mit dem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC-Kamera gemacht, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Jupiter zeigt sich hier mit seinem Großen Roten Fleck (GRF) und seinen Monden Europa (links) und Kallisto (rechts) zum Weihnachtsabend 2025. Die charakteristischen hellen Zonen und dunklen Gürtel in Jupiters Atmosphäre sind mit feineren Verwirbelungen gut zu erkennen, Die Aufnahme wurde mit dem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC-Kamera in der Nacht zum 25.12.2025 gemacht, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Jupiter zeigt sich hier mit seinem Mond Io (rechts) am 22. Dezember 2025. Die charakteristischen hellen Zonen und dunklen Gürtel in Jupiters Atmosphäre sind deutlich zu erkennen. Die Aufnahme wurde mit dem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC-Kamera gemacht, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Jupiter zeigt sich hier mit dem Großen Roten Fleck (GRF) und mit seinem Mond Europa am 25.12.2025 um 00:56 Uhr. Europa steht zwischen der Sonne und Jupiter und wirft seinen Schatten auf Jupiter. Die Aufnahmen wurden mit dem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC-Kamera gemacht, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Man erkennt das Äquatorialband sowie die klar unterscheidbaren Nord- und Südhälfte von Saturn. Bei genauem Hinsehen lässt sich die Cassini-Teilung in den Ringen als dunkler Bereich erkennen. Die Aufnahme von Saturn wurde am 19.08.2025 um 01:48 MESZ mit dem Takahashi Mewlon 210 und einer ZWO ASI 678MC-Kamera gemacht, unterstützt durch einen Atmospheric Dispersion Corrector (ADC).
Die Aufnahme von Saturn mit seinen Monden Dione, Rhea und Thetis wurde mit dem Takahashi Mewlon 210, einem ADC und einer ZWO ASI 678MC-Kamera am 16.08.2025 um 02:15 MESZ gemacht. Man erkennt das Äquatorialband sowie die klar unterscheidbaren Nord- und Südhälfte des Planeten.
Saturn zeigt sich am 21.11.2025 in Kantenstellung seiner Ringe, aufgenommen aus Bochum. Die Ringe erscheinen fast unsichtbar, während vier seiner Monde – Titan, Enceladus, Rhea und Dione - ebenfalls zu erkennen sind.
Saturn mit sichtbarer Cassini-Teilung (dunkle Stellen an den äußeren Enden des Ringsystems). Aufnahme mit Takahashi Mewlon 210, ADC und ASI678MC vom 19.08.2025.
Auf diesem Bild zeigt sich Saturn mit seinen Monden Dione, Thethys & Titan. Die Cassini-Teilung ist eben noch erkennbar. Aufnahme mit Takahashi Mewlon 210, ADC und ASI678MC vom 11.08.2025 um 03:57 MESZ.
Auf diesem Bild zeigt sich Saturn fast von der Seite („Kantenstellung“). Die Ringe wirken dadurch nur als feiner Streifen. Titan begleitet den Planeten als schwacher Lichtpunkt (links oben). Aufnahme mit Takahashi Mewlon 210, ADC und ASI 678MC vom 21.11.2025 um 19:30 MEZ.
Eisriesen
Uranusaufnahme unter städtischem Himmel. Aufgrund des mäßigen Seeings ist der Planet leicht unscharf, seine grünliche Färbung bleibt jedoch erkennbar. Die Aufnahme gelang mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC und ASI678MC vom 21.11.2025 um 20:02 MEZ.
Uranusaufnahme unter städtischem Himmel vom 21.11.2025 um 20:02 MEZ.
Die Aufnahme gelang mit dem Takahashi Mewlon 210 mit 1.3x Barlow. Die Brennweite wurde damit auf 3000mm erhöht. Desweiteren kamen ein ADC und die ASI678MC zum Einsatz.
Neptun unter städtischem Himmel. Aufgrund des mäßigen Seeings ist der Planet leicht unscharf. Die Aufnahme wurde mit dem Takahashi Mewlon 210, ADC, ASI678MC vom 17.08.2025 um 03:02 MESZ angefertigt.
Neptun unter städtischem Himmel. Aufgrund des mäßigen Seeings ist der Planet leicht unscharf, seine grünlich-bläuliche Färbung bleibt jedoch erkennbar. Aufnahme mit Takahashi Mewlon 210, ADC, ASI678MC vom 21.11.2025 um 19:45 MEZ.